Stadtgeschichte
ein Zeitstrahl der letzten 1.000 Jahre
Manche Städte erzählen ihre Geschichte in Museen. Brandenburg an der Havel erzählt sie einfach überall: in den Grundmauern der Dominsel, im Klang der Backsteinkirchen, in den Namen berühmter Söhne – und, ja, auch in ein paar bronzenen Möpsen.
Alles beginnt im Winter 928/29, als der deutsche König Heinrich I. eine slawische Inselburg an der Havel einnimmt und ihr damit ungewollt einen Platz in den Geschichtsbüchern sichert. Was folgt, ist eine der ungewöhnlichsten Stadtgründungen Deutschlands: Statt einer Stadt entstehen zwei – die Alte und die Neue Stadt, jede mit eigenem Rat, eigenem Markt, eigener Kirche, eigener Stadtmauer. Fast 500 Jahre lang leben die beiden Nachbarn nebeneinander her, bis Friedrich Wilhelm I. 1715 der Doppelstadt-Rivalität ein Machtwort erteilt und beide zur „Chur- und Hauptstadt Brandenburg" zusammenlegt. Die Dominsel, der eigentliche Ursprungsort der Stadt, bleibt trotzdem noch über 200 Jahre eigenständig – erst 1929 wird sie eingemeindet. Aus zwei rivalisierenden Städten werden so, ganz allmählich, die drei historischen Stadtkerne, die Brandenburg an der Havel bis heute prägen: Altstadt, Neustadt, Dominsel.
Wer durch diese drei Stadtkerne spaziert, stolpert unweigerlich über den Buchstaben B. Vicco von Bülow, besser bekannt als Loriot, wurde hier geboren – und hat der Stadt mit seinen Waldmöpsen ein bleibendes, sehr eigenwilliges Wahrzeichen hinterlassen. Otto von Bismarck besuchte die Stadt, Fritze Bollmann ist als Lokalheld unsterblich geworden, und Albrecht der Bär gehört zu den prägenden Gestalten der Mark, die hier ihren Namen hat. Selbst das Wort Brennabor, einst Fahrradmarke und heute Straßenname, führt zurück zu den Wurzeln der Stadt. Zufall ist das alles nicht: Brandenburg an der Havel war und ist ein Ort, an dem Geschichte gerne hängen bleibt.
Sichtbar wird das bis heute in Backstein: der Dom St. Peter und Paul auf der Dominsel, das Paulikloster, die Kirchen St. Katharinen und St. Gotthardt erzählen jeweils ihr eigenes Kapitel mittelalterlicher Baukunst. Wer noch tiefer eintauchen möchte, findet im Archäologischen Landesmuseum, im Stadt- und Dommuseum sowie im Industriemuseum handfeste Spuren von über 1.000 Jahren Stadtgeschichte – von der Frühgeschichte bis zur Industriezeit.
Im Winter 928/29, als der deutsche König Heinrich I. die slawische Inselburg an der Havel einnahm. Damit zählt die Stadt zu den ältesten Siedlungen im heutigen Bundesland Brandenburg.
Bei der Burg entstanden zunächst zwei eigenständige Städte – die Alte und die Neue Stadt – jede mit eigenem Rat, Markt, Kirche und Stadtmauer. Erst 1715 vereinte Friedrich Wilhelm I. beide zur „Chur- und Hauptstadt Brandenburg". Die Dominsel blieb noch bis 1929 eigenständig, bevor die Stadt ihre bis heute bestehenden drei historischen Stadtkerne erhielt: Altstadt, Neustadt und Dominsel.
Vicco von Bülow (Loriot), der hier geboren wurde und der Stadt die Waldmöpse hinterließ, sowie Otto von Bismarck, Fritze Bollmann und Albrecht der Bär, nach dem die Mark Brandenburg benannt ist.
Brennabor war einst eine bekannte Fahrradmarke aus Brandenburg an der Havel und lebt heute als Straßenname fort – ein weiteres Beispiel für die vielen Verbindungen zwischen Stadtname und Geschichte.
Das Archäologische Landesmuseum, das Stadt- und Dommuseum sowie das Industriemuseum zeigen handfeste Spuren von über 1.000 Jahren Stadtgeschichte – von der Frühgeschichte bis zur Industriezeit.
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