St. Petrikirche
Im 12. und frühen 13. Jh. war die Dominsel in ein markgräfliches und ein bischöfliches Areal geteilt. Während der Dom auf bischöflichem Besitz steht, markiert die St. Petrikirche den Machtbereich des Markgrafen. Sie gilt als Nachfolgebau der spätslawischen und markgräflichen Burgkapelle, in der auch der letzte Slawenfürst Pribislaw-Heinrich sein Grab gefunden haben soll. Zwei Vorgängerbauten konnten archäologisch nachgewiesen werden. Bereits 1320 ging sie in den Besitz des Domkapitels über und wurde seither als Pfarrkirche der Domgemeinde genutzt. Auf einem hohen Feldsteinsockel des frühen 13. Jhs. erhebt sich das aus Backsteinen errichtete aufgehende Mauerwerk der einschiffigen Saalkirche. Spitzbogige Fenster und Blenden gliedern die Fassaden. Der Bau dürfte Anfang des 14. Jhs. fertig gestellt worden sein. Ein Turm und ein reich gegliederter Westgiebel, die der Kirche im 15. angefügt worden waren, mussten 1849 wegen Baufälligkeit abgetragen werden. Das ursprüngliche hölzerne Tonnengewölbe des Innenraums ersetzte man um 1520 durch ein Zellengewölbe, das auf böhmische Einflüsse verweist. Die Restaurierung der St. Petrikirche konnte 2010 abgeschlossen werden.