Unerschöpfliche Energie? - Das DDR-Atomprogramm
Das Elektrostahlwerk Brandenburg begann im Oktober 1979 mit dem Probebetrieb – wenige Monate nach dem Anfahren des Blocks 4 im Kernkraftwerk Lubmin. Ohne dieses Kraftwerk wäre der Betrieb des neuen Stahlwerks kaum möglich gewesen.
Die DDR setzt auf die Kernenergie als Modernisierungsprogramm, um sich aus der Abhängigkeit von der heimischen Braunkohle zu befreien.
Sebastian Stude erläutert die Ziele und Schwierigkeiten, die mit dieser Strategie verbunden waren und berichtet, was aus den DDR-Kernkraftwerken nach dem Super-GAU in Tschernobyl 1986 und nach der deutschen Einheit 1990 wurde.
Sebastian Stude, ein Experte auf diesem Gebiet, beleuchtet in seinen Arbeiten die spannungsvolle Beziehung in der DDR zwischen Politik, Wirtschaft und Sicherheitsapparat. Seine Forschungen bieten wertvolle Einblicke in die energiepolitischen Entscheidungen der DDR und deren langfristigen Auswirkungen.
Der Vortrag ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung „Beauty of Steel – Industriefotografien von Viktor Mácha“, die noch bis zum 17. Mai 2026 im Industriemuseum zu sehen ist. Der tschechische Fotograf hat weltweit über 500 produzierende Betriebe der Stahlindustrie besucht und die gewaltigen Anlagen beim Schmelzen, Walzen und Schmieden fotografiert. Einige Werke wurden inzwischen stillgelegt und zeigen damit, wie stark der Transformationsdruck in dieser Branche ist.
Die Ausstellung und ihr Begleitprogramm werden von der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung gefördert.
Industriemuseum Brandenburg an der Havel
August-Sonntag-Straße 5, 14770 Brandenburg an der Havel
Der Eintritt ist frei.
Wir bitten um eine Anmeldung, um uns die Vorbereitung der Veranstaltung zu erleichtern: empfang@industriemuseum-brb.de
Foto: Industriemuseum Brandenburg an der Havel
Kontakt
Tel. 0 33 81 - 30 46 46Fax 0 33 81 - 30 46 48
Mail kontakt@industriemuseum-brb.de
Web https://www.industriemuseum-brandenburg.de
Veranstalter
14770 Brandenburg an der Havel
Veranstaltungsort