Historischer Verein: Der Nachlass Karl Hagemeisters
Als Karl Hagemeister am 5. August 1933 starb, stand der Keller des von ihm bewohnten Hauses in Werder voller Gemälde und Grafiken des Künstlers. Darauf deuten auch 1931 angefertigte Fotos des Malers vor seinen Werken. Eigene Kinder hatte der zeitlebens Unverheiratete nicht, lediglich die Nachkommen seiner Schwester waren offizielle Nutznießer seines Nachlasses. Da Albertine Hagemeister, verehelichte Borchert (1846 – 1928) bereits verstorben war, folgten ihre Töchter Martha Rottstock (1878 – 1950) und Grete Müller (1881 – 1964). Über Martha Rottstocks Tochter Margarethe Schweitzer (1907 - 1983), die ihrerseits kinderlos verstarb, kam der Großteil des Erbes der Rottstock-Familie durch Ankauf an das Stadtmuseum Brandenburg an der Havel.
Neben Gemälden, Pastellen, und Zeichnungen aus allen Schaffensperioden kamen auch Diapositive, Abzüge und Glasnegative in die Sammlung. Während die Werke Hagemeisters aufmerksam betrachtet wurden, sind die Fotodokumente bislang nur wenig beachtet. Aber hier lohnt sich die intensivere Beschäftigung: dokumentiert wurde der 1933 in Werder vorhandene Nachlass mit hoher Wahrscheinlichkeit von Margarethe Schweitzer, deren Rolle als Fotografin hier erstmals beleuchtet wird. Somit bilden die im Stadtmuseum vorhandenen Diapositive und Negative einen wichtigen Beitrag zur Provenienzforschung rund um das Werk dieses einzigartigen Künstlers aus dem Havelland.
Foto: Stadtmuseum Brandenburg an der Havel, Reprofoto Thomas Voßbeck
Veranstalter
14770 Brandenburg an der Havel
Veranstaltungsort