Abendvortrag Archäologie Aktuell
Auf den Gräberfeldern der sog. Wielbark-Kultur in Pommern zwischen Oder und Weichsel sind für das ausgehende 2. und das frühe 3. Jh. n.Chr. auffallend viele reich ausgestattete Gräber und ein Anstieg der Edelmetallfunde überhaupt zu verzeichnen.
Dieses Phänomen ist im Kontext römisch-germanischer Interaktion während und im Nachgang der Markomannenkriege der Jahre 166‒180 zu sehen. Eine Schlüsselposition nimmt hierbei die Nekropole von Czarnówko ein, die nicht nur zu den Mega-Sites zählt, sondern ferner auch 11 Fürstengräber geliefert hat.
Zahlreiche römische Importe und Ausnahmefunde bezeugen ein bedeutendes Reichtums- und sicher auch Machtzentrum im germanischen Barbaricum. Einen weiteren Platz von nicht zu unterschätzender Wichtigkeit für die Forschungen zu römisch-germanischen Kontakten des genannten Zeitraumes ist die kleine Nekropole von Kariv in der Westukraine mit einem außergewöhnlichen Fürstengrab.
Es referiert der Archäologe Prof. Jan Schuster von der Universität Łódź.
Foto: BLDAM/ Miron Bogacki
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14776 Brandenburg an der Havel
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