"Auftakt des Terrors"
Von 1933 bis 1934 existierte in Brandenburg an der Havel ein Konzentrationslager. Die Nationalsozialisten nutzten hierfür das Gelände des „Alten Zuchthauses” am heutigen Nicolaiplatz. Die Geschichte des KZ Brandenburg steht bis heute im Schatten der Erinnerung an die Massenmorde an Menschen mit Behinderungen, die 1940 ebenfalls im „Alten Zuchthaus” stattfanden. Dabei spielten die frühen Konzentrationslager nach der Machtübernahme eine zentrale Rolle bei der Durchsetzung und Sicherung der nationalsozialistischen Herrschaft.Ab dem 29. Januar ist in der Brandenburger Johanniskirche die Wanderausstellung „Auftakt des Terrors – Frühe Konzentrationslager im Nationalsozialismus” zu sehen. An elf Themenstationen werden die Entstehung und die Funktion, der Alltag und die Gewalt gegen die Häftlinge vorgestellt. Themen sind auch die Sichtbarkeit des NS-Terrors gegen Regime-Gegner*innen und die Rezeption der frühen Konzentrationslager im In- und Ausland. Anhand von Fotos, Briefen und Dokumenten sowie zahlreicher Biografien von Verfolgten und Tätern zeigt die Ausstellung auf, wie die Lager zur Errichtung und Absicherung der nationalsozialistischen Herrschaft beitrugen. In einer erstmals gezeigten Ausstellungsergänzung wird ganz konkret die Geschichte des Konzentrationslagers in Brandenburg beleuchtet.Die Wanderausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt der Arbeitsgemeinschaft „Gedenkstätten an Orten früher Konzentrationslager“ und wurde durch die Stiftung Erinnerung, Erinnerung, Verantwortung, Zukunft gefördert. Die Ausstellungsergänzung zum Konzentrationslager Brandenburg wurde von den Gedenkstätten Brandenburg an der Havel erstellt. Donnerstag bis Sonntag: 12 bis 16 UhrÖffentliche Führungen: Jeweils sonntags um 14 Uhr
Foto: Stadtarchiv Brandenburg an der Havel, Signatur: L.1.-64/2
Kontakt
Tel. 03381/7935112Mail brandenburg@stiftung-bg.de
Web https://www.brandenburg-euthanasie-sbg.de/
Veranstalter
14770 Brandenburg an der Havel