81. Jahrestag der Befreiung
Am Sonntag, 26. April 2026, um 13.30 Uhr findet die Gedenkveranstaltung anlässlich der Befreiung der Gefangenen des Zuchthauses Brandenburg-Görden vor 81 Jahren statt. Im Fokus des Gedenkens werden die sicherungsverwahrten Häftlinge des Zuchthauses Brandenburg-Görden stehen.
Die Sicherungsverwahrung war am 24. November 1933 mit dem „Gesetz gegen gefährliche Gewohnheitsverbrecher und über Maßregeln der Sicherung und Besserung“ eingeführt worden. Nun war es der NS-Justiz möglich, für Personen, die aufgrund einer hohen Zahl von Vorstrafen als „gefährliche Gewohnheitsbrecher“ galten, die Sicherungsverwahrung. anzuordnen. Für die Verwahrten bedeutete dies, dass sie unbegrenzt inhaftiert waren. Zwischen 1934 und 1943 verhängte die Justiz diese Maßregel mehr als 15.000-mal, in vielen Fällen auch rückwirkend. Ab 1936 war das Zuchthaus Brandenburg-Görden auch Sicherungsanstalt mit 600 Plätzen. Das Leben der Verwahrten war eintönig und karg, die fehlende Perspektive einer Freilassung setzte ihnen schwer zu.
Ab Oktober 1942 gab das Zuchthaus auf Grundlage einer Vereinbarung mit der SS über 1.000 zu Sicherungsverwahrung Verurteilte zur „Vernichtung durch Arbeit“ in Konzentrationslager ab. Einer der wenigen, schwer gezeichneten Überlebenden war Karl Heile. Sein Enkel Harald Graf wird auf der Gedenkveranstaltung über das Leben Heiles und dessen Kampf um Anerkennung als Opfer von NS-Gewalt sprechen.
Eine Anmeldung unter anmeldung@stiftung-brb.de ist verpflichtend. Bitte führen Sie am Gedenktag ein Ausweisdokument mit sich.
Foto: Gedenkstätten Brandenburg an der Havel
Kontakt
Tel. 03381/7935112Fax 03381/7935114
Mail brandenburg@stiftung-bg.de
Web https://www.brandenburg-zuchthaus-sbg.de/
Veranstalter
14772 Brandenburg an der Havel