Öffentliche Führung
Das Zuchthaus Brandenburg-Görden war zwischen 1933 und 1945 ein zentraler Ort nationalsozialistischer Justizverbrechen. Unter den dort festgehaltenen Männern befanden sich zahlreiche politische Gegner, Juden und Häftlinge aus dem gesamten nationsaloszialistisch besetzten Europa. Die Gefangenen litten unter unmenschlichen Haftbedingungen, Zwangsarbeit und rassenhygienischen Maßnahmen wie Sterilisationen. Ab 1942 wurde sie zudem verstärkt in Rüstungsbetrieben ausgebeutet. Von 1940 bis 1945 ließ die NS-Justiz im Zuchthaus Brandenburg-Görden zudem über 2.000 Todesurteile mittels Guillotine vollstrecken. Viele weitere Häftlinge starben an Hunger und Erschöpfung.
Die öffentliche Führung durch die Dauerausstellung beleuchtet die Entwicklung des nationalsozialistischen Strafvollzugs vom Ende der Weimarer Republik bis zur Befreiung des Zuchthauses durch sowjetische Truppen am 27. April 1945. Im Anschluss an die Führung gibt es die Möglichkeit den ehemaligen Hinrichtungsraums zu besichtigen. Dieser befindet sich auf dem Gelände der JVA Brandenburg.
Foto: GBadH
Kontakt
Tel. 03381/7935112Fax 03381/7935114
Mail brandenburg@stiftung-bg.de
Web https://www.brandenburg-zuchthaus-sbg.de/
Veranstalter
14772 Brandenburg an der Havel
Veranstaltungsort