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Ria Wank und Wolfgang Ganter

Ausstellung

Beim Stichwort »Künstlerpaare« denkt man an Camille Claudel & Auguste Rodin,
Gabriele Münter & Wassily Kandinsky, an Lee Miller & Man Ray, Judith Leyster &
Jan Miense Molenaer, Frida Kahlo & Diego Rivera bis zu Marina Abramovic & Ulay.
Eine beeindruckende, natürlich nicht vollständige Liste.
Höchste Zeit, dass sie ab sofort um eine faszinierende Paarung ergänzt wird:
Die Kunsthalle Brennabor ist stolz und glücklich, RIA WANK & WOLFGANG GANTER
gewonnen zu haben, die Havelstadt mit so ungewöhnlichen wie richtungsweisenden
Werken zu verzaubern, zu bereichern. Also zu verändern.
Ohne Übertreibung: Selbstverständlich werden die Beiden genau das schaffen.
Mit gediegenem Handwerk und ungebremster Experimentierlust. Mit aufwühlender
Sinnlichkeit und tolldreister Risikofreude.
Nicht zuletzt, weil sich Ria Wank bei der Erarbeitung ihrer fotografischen
Serien kameraloser (!) Verfahren und komplexer chemischer Versuchsanordnungen
bedient, Wolfgang Ganter sich bei der Produktion seiner (zumeist) großformatigen
Bilder auf Legionen von Assistenten verlassen kann. Helfer, die so fleißig wie
ideenreich, so eigensinnig wie selbstbestimmt, immer von gesegnetem Appetit
getrieben, am Schaffensprozess jedes einzelnen Werkes beteiligt waren. Kein Scherz:
Der von großen Meistern an renommierten Instituten ausgebildete Künstler züchtet
Bakterien und macht sie zu seinen Mitspielern! Seine Werke bedienen sich oft klassischer
Gemälde, deren Reproduktionen auf Diapositiv oder Farbnegativ mit
Bakterienkulturen infiziert werden. Die Bakterien ernähren sich von den
Gelatineschichten des fotografischen Films. Die Fotogelatine fungiert somit als
Nährmedium. Dabei evozieren die Bakterien alle darin noch verborgenen Farben und
arrangieren diese neu. Jedes Bakterium führt diese Farbgebung auf unterschiedliche
Weise durch, so wie jedes auch unterschiedliche Muster und Formen bildet. Ria Wank,
studierte Textildesignerin, verwendet u.a. Fotochemikalien als ein
Malmittel auf der Oberfläche des Silbergelatinepapiers. Sie greift damit in den
Entwicklungsprozess ein, während das Bild vom Tageslicht belichtet wird. Für jede
Arbeit der Künstlerin und des Künstlers gilt gleichermaßen: Je tiefer der Betrachter, die
Betrachterin in ein Bild vordringt, um so intensiver und magischer erschließen
sich ihm/ihr neue, komplexe und magische Welten. Staunen und Verzückung sind garantiert.
Wank & Ganter haben den Titel ihrer Ausstellung genau richtig gewählt: EXPERIMENTUM.
Genau darum geht es: Ums (Ver)Suchen und um etliche Versuchungen. Ums Probieren, Verwerfen,
Spielen, Gestalten. Ums Be– und Verweisen. Ums Irren, Abgeben, Teilen – auf neuen, anderen,
verschlungenen Pfaden. Die werden sie auch künftig als neue Eigentümer und Entwickler
des Umspannwerks in der Havelstadt entdecken und beschreiten. Sicher!
Ria Wank und Wolfgang Ganter laden Sie zum einem besonderen Fest der Sinne ein.
Feiern Sie mit! Wir freuen uns auf Sie!

Foto: Wolfgang Ganter, Ria Wank

Veranstalter

Freundeskreis der Kunsthalle Brennabor e.V.
Geschwister-Scholl-Straße 10-13
14776 Brandenburg an der Havel

Veranstaltungsort

Kunsthalle Brennabor
Geschwister-Scholl-Straße 10-13
14776 Brandenburg an der Havel

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