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Fischadler (Pandion haliaetus)

Fischadler (Pandion haliaetus)

Das Land Brandenburg ist heute das größte Verbreitungsgebiet des auf Fisch spezialisierten Greifvogels. Mit seiner Spannweite von 1,45 bis 1,70 m wirkt er deutlich kleiner als der Seeadler, aber erheblich größer als der Mäusebussard.  Das Flugbild ähnelt dem einer großen Möwe, er gleitet mit  gewinkelten, daher recht schmal wirkenden Flügeln durch die Lüfte. Man erkennt ihn leicht an seiner weißen Unterseite und dem braunen Brustschild. Mit Ausnahme der Oberschultern und des hellen Kopfes, der einen scharf abgesetzten dunkelbraunen Augenstreif zeigt, besitzt der Fischadler dunkles Gefieder, die Handschwingen sind schwärzlich.

Fischadler bauen ihre Nester normalerweise in den Baumkronen, in Brandenburg werden die mächtigen Horste aus Ästen und Zweigen jedoch meist auf Strommasten angelegt. Die Nahrung des an Gewässer beheimateten Adlers besteht überwiegend aus Lebendfisch, seltener wird toter Fisch von der Wasseroberfläche abgesammelt. Blei und Flussbarsch sind die häufigsten Beutetiere. Insgesamt benötigt der Fischadler täglich 300 bis 800 g Futter, wobei die Beutetiere meist ein Gewicht von 200 g haben, höchstens jedoch 500 g wiegen. Der Fischadler beobachtet seine Beute von einer Sitzwarte aus, häufiger überfliegt er das Jagdgebiet kreisförmig. Entdeckt er geeignete Nahrung, rüttelt der Adler über der Stelle und stößt dann mit vorgestreckten Füßen ins Wasser. Seine Krallen packen die Beutetiere und er fliegt mit ihnen zum Horst oder an eine Fraßstelle, hier frisst er meist den Kopf und vorderen Rumpfteil.

Den Fischadler kann man in der Havelstadt von Ende März bis Ende August beobachten. Da er auf eisfreie Gewässer angewiesen ist, treten die Vögel im September die Reise ins mittlere Westafrika an.

Im Frühling treffen die Männchen zuerst im Brutgebiet ein und beginnt mit den Balzflügen. Bei Ankunft der Weibchen erreichen die Flugspiele ihren Höhepunkt. Die Fischadler sind sehr standorttreu und leben häufig monogam. Mit frühestens drei Jahren werden die Tiere geschlechtsreif. Anfang bis Mitte April legt das Weibchen im Abstand von 1 bis 3 Tagen 2 bis 3 rahmfarbige bis gelbe Eier mit kontrastreicher kastanienbrauner Zeichnung in das mit Gras gepolsterte Nest, aus denen nach 38 bis 41 Tagen die Jungen schlüpfen. Im ersten Monat verbleibt das weibliche Elternteil bei den Jungen und hudert, das Männchen sorgt für Futter. Die Nestlingsdauer beträgt 50 bis 55 Tage, nach dem ersten Ausfliegen werden die jungen Adler noch 1 Woche versorgt, bevor sie auf sich gestellt sind.

Quelle: http://www.lugv.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.321891.de

Quelle Collin Harrison: Jungvögel, Eier, Nester aller Vögel Europas, Nordafrika und des Mittleren Ostens; Verlag Paul Parey, 1975

Achim Kostrzewa, Gero Speer: Greifvögel Deutschlands; AULA-Verlag, 2001

Rob Hume: Vögel in Europa; DK-Verlag, 2007

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