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Kino Movietown Brandenburg an der Havel

City Blog

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Kino Movietown Brandenburg an der Havel

Antje Preuschoff

 

Das Unternehmen – das Besondere

„Filme werden allein dadurch emotional intensiver erlebt und besser bewertet, wenn sie gemeinsam auf großer Leinwand geschaut werden“, beweist eine Studie von Regensburger Wissenschaftlern. Für dieses gemeinsame Erlebnis sorgt das Movietown in Wust schon seit Jahrzehnten.

Trotz Corona-Lockdown und zunehmender Konkurrenz durch Streaming-Dienste ist Inhaber Tim Maristany Klose deswegen überzeugt: „Es lohnt sich immer noch, ins Kino zu gehen“. Das hat nicht zuletzt der Sensationserfolg von Blockbuster „Tenet“ gezeigt.

Tim Maristany Klose, der das Kino vor zehn Jahren übernahm, bleibt daher am Ball, um den Menschen das beste Kinoerlebnis zu ermöglichen. Nach und nach arbeitet er den Modernisierungsstau im fast 30 Jahre alten Kino auf. Nicht nur die Überführung in die Digitalisierung vor sieben Jahren, sondern etliche andere Faktoren wie Lüftung oder Brandschutz ist er angegangen, um es den Zuschauern so angenehm wie möglich zu machen. Während des Lockdowns sind die Kinosäle sogar mit neuen Leinwänden und Soundanlagen ausgestattet worden.

„Als letzte Maßnahme werden wir noch einmal 200.000 Euro investieren und aus einem der Kinos ein Luxuskino machen“, verrät der Kinobetreiber. „Da möchten wir den Platz anbieten, den die Besucher sonst nur in Berliner Kinos bekommen.“ Sitze mit Liegefunktion, Tischchen und Co. sollen ab Anfang 2021 noch einen oben drauf setzen beim Kinovergnügen in Wust.

Der Unternehmer – die Person

„Ich bin wie die Jungfrau zum Kinde zum Kino gekommen“, erzählt Tim Maristany Klose schmunzelnd. Der studierte Medien- und Fernsehtechniker dachte: „Das kennste ja alles“, als er  Movietown übernahm. Doch stellte rasch fest: „Auch das Kino macht eine Wesensveränderung durch.“ Die ständigen Herausforderungen nimmt der Filmfan aber gern an, denn der Job verdient für ihn eine glatte 1. „Es ist reizvoll und spannend und meine Aufgabe ist es, mich mit Filmen auseinanderzusetzen. Das macht einfach Spaß.“

Ihm zur Seite steht Ines Schulze als Kinoleiterin. Seit 2017 ist sie in dieser Funktion im Movietown tätig, kümmert sich um das Alltagsgeschäft. Die große Leinwand gehörte für sie schon immer dazu: erst beim Nebenjob im Studium, ab 2011 dann als Kinoleiterin.

Produkte – Dienstleistungen – Lösungen

Sechs Säle, Platz für fast 900 Menschen. Das sind die harten Fakten im Movietown. Die weichen sind andere: „Wir sind kein seelenloses Haus“, sagt Tim Maristany Klose. Deswegen legt er ganz viel Wert darauf, die Kunden mit Aktionen und vor allem bezahlbaren Preisen zu gewinnen.

Mit 4,50 Euro sind die Zuschauer nicht nur am Kinotag – jeden Donnerstag - dabei, sondern auch beim Familienkino am Sonntag. In der Zeit von 13 bis 15.45 Uhr gilt für alle Besucher der Kinderpreis. „Ich möchte, dass sich alle Kino leisten können. Und zwar an einem Sonntag, wenn sie Zeit haben“, sagt Tim Maristany Klose dazu.

Ganz neu gibt es jeden ersten Sonntag im Monat das „Mäusekino“ für die ganz Kleinen. Für Drei- bis Sechsjährige sind die 45-minütigen Filme ausgewählt. Zu den Vorstellungen wird zudem der Ton leiser gedreht und es läuft keine Werbung.

Richtige Fans, denen jeder Film recht ist, kommen bei der Sneak-Preview am ersten Freitag eines Monats auf ihre Kosten. Zum Überraschungsfilm für 5,50 Euro moderiert der Kinobetreiber ein  Kinoquiz. Da gibt es dann Gewinne, wie etwa exklusive Monats-Freikarten für das Movietown.

Bei der „Fast-Verpasst-Reihe“ am Mittwoch können für 3,80 Euro Filme zum letzten Mal auf großer Leinwand erlebt werden.

Und nicht zu vergessen: Zum richtigen Kinoerlebnis zählen Snack und Getränke – vor allem Popcorn. „Das machen wir immer frisch“, verspricht Tim Maristany Klose. „Dadurch ist es einfach zu lecker“, schwärmt er und weiß: „Das schätzen unsere Kunden.“

 

Text und Foto Antje Preuschoff

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