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Luftfahrt

Land Brandenburg

Das Land Brandenburg ist heute wieder ein Luftfahrtstandort von internationaler Bedeutung. Ob leistungsstarke Triebwerke der Firma Rolls Royce, die in Dahlewitz gebaut werden, Sportflugzeuge, die in Schönhagen und Strausberg entstehen, zehn Verkehrsflugplätze und 26 Sonderlandeplätze in Cottbus, Neuruppin oder EberswaldeFinow, internationale Flughäfen, wie in Schönefeld oder Luftfahrt-Museum in Cottbus oder Eberswalde-Finow - die Luftfahrt ist im Land Brandenburg noch allgegenwärtig und ein wichtiger Faktor für Wirtschaft, Tourismus und Sport. Daneben ist die LuftfahrtForschung, etwa an der TH in Wildau von großer internationaler Bedeutung.

Bereits der Flugpionier Otto Lilienthal flog 1891 unweit von Brandenburg in Derwitz/Krielow auf dem ältesten Flugfeld der Welt. Später verlegte er seine Versuche nach Rhinow in das Havelland. Schon mit dem Aufkommen der motorisierten Luftfahrt um 1910 war die Mark Brandenburg ein wichtiges Zentrum der deutschen Luftfahrt. Die Nähe zur Metropole Berlin bot wichtige Inspiration für Flugpioniere und Industrielle. So schossen die Werkstätten und Flugfelder wie Pilze aus dem Boden. Teltow, Rathenow, Potsdam, Golm und Döberitz sind nur Beispiele für Standorte der Fliegerei vor 1914. Mit der Massenfertigung von Flugzeugen, vor allem militärisch einsetzbare, und dem Aufbau der Luftwaffe nach 1933 wurde die Mark Brandenburg erneut Zentrum der Fliegerei. Flugzeugwerke entstanden in Schönefeld, Rangsdorf, Oranienburg und Cottbus. Flugplätze wurden u.a. in Strausberg, Schönwalde, Wittstock, Neuruppin und Jüterbog errichtet.

Stadt Brandenburg an der Havel

Die Stadt Brandenburg an der Havel ist wie kaum eine andere brandenburgische Stadt so eng und so lange mit der Luftfahrt verbunden. Bereits 1910 und 1914 wurden erste Flugfelder eingerichtet. Im selben Jahr entstand mit den Brandenburgischen Flugzeugwerken eines der größten deutschen Unternehmen dieser Art. Bis 1918 entstanden hier mehr als 1.500 Flugzeuge und neuartige Flugzeugmuster, wurden Weltrekorde geflogen und technische Meisterleistungen erdacht. Bereits Ende der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts wurden verschiedene Einrichtungen für die zivile Luftfahrt der Luft-Hansa geschaffen. Im Jahre 1934 siedelten sich die Arado Flugzeugwerke in der Stadt an, beschäftigten hier bis zu 10.000 Menschen und bauten mehr als 4.000 Flugzeuge, neben Sport- vor allem Militärflugzeuge. In der Zeit vor dem 2. Weltkrieg wurden in Brandenburg mehrere Weltrekorde mit den hier gebauten Sportflugzeugen erzielt und technische Innovationen erdacht, die die Luftfahrt noch heute beeinflussen.

1936 entstand der Militärflugplatz Brandenburg-Briest, der im 2. Weltkrieg zu den High-TechStandorten des Militärs gehörte. Nach 1945 war die Stadt über Jahre einer der größten Luftfahrtbasen der sowjetischen Militärfliegerei in der DDR. Von 1959 bis 1990 war Brandenburg die größte Hubschrauberbasis der DDR. Alle zivilen und militärischen Hubschrauber-Verbände nahmen hier ihren Anfang. Seit 1956 wird auf dem Flugplatz (Sonderlandeplatz) Brandenburg-Mühlenfeld der Segelflug erfolgreich betrieben. Heute sind die Segelflieger erfolgreich in der Bundesliga und belegen vordere Wertungen. Von der einstigen Bedeutung der Fliegerei künden noch Gebäude der alten Arado Flugzeugwerke und des Flugplatzes in Brandenburg-Briest. Zu den bekannten Luftfahrtpionieren, die in der Stadt geboren wurden oder die hier wirkten, zählen der Flieger und Direktor der Interflug Fritz Horn (1896–1963), der Kunstflieger Walther Höhndorf (1892-1917) und der General der Jagdflieger Werner Mölders (1913-1941).


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