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Literatur

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Land Brandenburg

Das Land Brandenburg hat in den letzten Jahrhunderten große Dichter und Literaten hervorgebracht. Die meisten entstammten adligen oder gutbürgerlichen Familien. Zu den bekanntesten Schriftstellern, die in der Mark Brandenburg geboren wurden oder hier ihr Schaffen entfalteten, gehören wohl Theodor Fontane, Heinrich von Kleist, Friedrich August Ludwig von der Marwitz oder Willibald Alexis.

Die einen sind auf den adligen Stammgütern ihrer Vorfahren geboren und führten die Traditionen des märkischen Landadels fort, die anderen entstammten bürgerlichen Familien der märkischen Städte. Für die einen war die Nähe zur Metropole Berlin inspirierend, für die anderen gerade die abgelegene Stille märkischer Dörfer, Gutshäuser oder Kleinstädte.

Stadt Brandenburg an der Havel

Obwohl die Stadt Brandenburg nie eine große kulturell aktive Szene aufweisen konnte, entstammten einige bekannte Literaten ihrer Zeit aus der Stadt. Friedrich de la MotteFouque, der Enkel hugenottischer Einwanderer, ist 1777 in Brandenburg geboren. König Friedrich II. erwies den Vorfahren seine Referenz und wurde Taufpate des Knaben. Der kleine Friedrich lebte nur wenige Jahre auf dem Dom und in der Altstadt, bevor er wegzog. In Berlin schloss er sich der Literatenszene an, hier verfasste er auch mehrere Werke, darunter die „Undine“, das Urbild der kleinen Meerjungfrau. Brandenburg erinnert an seinen großen Sohn mit der Namensgebung der Bibliothek.

Ein weiterer Schriftsteller, der in Brandenburg geboren wurde, war Julius von Voß. Er erblickte 1768 das Licht der Welt, war später hochdekorierter preußischer Offizier, geriet aber als Freigeist zunehmend in Konflikt mit der militärischen Hierarchie. Julius von Voß erschuf 1810 den ersten Science-Fiction-Roman der Literaturgeschichte. In dem Buch „Ini. Ein Roman aus dem ein und zwanzigsten Jahrhundert“ sah Voß, der 1832 starb, viele Dinge aus Technik und Militärwesen voraus, die z.T. erst 150 Jahre später realisiert wurden.

Wenn auch der brandenburgische Schriftsteller-König Theodor Fontane nichts über die Stadt Brandenburg hinterlassen hat, so weilte er doch einige Male hier. Er besuchte mehrmals den Gutsbesitzer Wiesike auf Margarethenhof, um hier das Kapitel über Plaue in seinem Buch „Fünf Schlösser“ fertigzustellen.

Ein Literat, der 1933 in Brandenburg geboren wurde und seiner Heimatstadt ein Denkmal gesetzt hat, ist Claus Ulrich Wiesner. In Brandenburg geboren ist auch Wilhelm Rüstow, der hier 1821 zur Welt kam und eine Militärlaufbahn einschlug. Er begeisterte sich für die Freiheitsbewegungen in Europa, kämpfte 1848 in Deutschland und später in Italien. Er analysierte die Kriege seiner Zeit, beschrieb exakt die Auseinandersetzungen und wurde so zu einem der bekanntesten Militärschriftsteller und –historiker des 19. Jahrhunderts.

In Brandenburg erblickte auch Helene Stökl (1845–1929) das Licht der Welt. Sie verfasste mehr als 70 Novellen, Romane und Mädchenbücher.

Weitere bekannte Schriftstellerinnen ihrer Zeit, die in Brandenburg geboren wurden sind Elisabeth Goedicke (1873– um 1943), Bertha Itzerott-Buchholtz (1833-1919), Antonie Heidsieck (1839-1913), Helene von Krause (1841-1915), Elise Linhart (1848-1880), Pauline Redlich (* 1851), Luise Marelle (1859-1940), Marie Treuter-Cohn (* 1859) und Alma Herrmann (1883-1967). Ein Vertreter der zeitgenössischen Literatur ist der Kriminalschriftsteller Jean Wiersch, der 1963 in Brandenburg geboren wurde und die Stadt in seinen „Havelkrimis“ zum Schauplatz der Handlung macht. Der bedeutendste Shakespeare-Experte Deutschlands und Literaturhistoriker, Ludwig Lemcke, wurde 1816 in Brandenburg geboren.


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