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Kirchen und Klöster

Kirchen und Klöster

Land Brandenburg

Die Eroberung des Slawenlandes durch das ostfränkische Reich, die Einwanderung von Deutschen und die Christianisierung der hier lebenden Slawen vollzogen sich ab dem 10. Jahrhundert. König Otto I. gründete zum Zweck der verstärkten Christianisierung 948 Bistümer in Brandenburg und Havelberg. Nach dem großen Slawenaufstand von 983 wurden diese völlig zerstört. Erst mit dem Aussterben der letzten slawischen Fürsten-Dynastie und der Übernahme der Macht durch Markgraf Albrecht den Bären wurde auch das christliche Leben ab 1150/57 wieder aktiviert. Die Reformation in der Mark Brandenburg, die unter Kurfürst Joachim II. im Jahre 1539 eingeführt wurde, änderte das religiöse Leben einschneidend. Die katholische Kirche wurde zu großen Teilen enteignet, Mönchsorden aus dem Land vertrieben oder in ihrem Fortbestand eingeschränkt. Die Klöster verfielen oder wurden von den Städten als soziale Einrichtungen genutzt. Die Domkapitel wurden in weltliche Stifte umgewandelt.

Stadt Brandenburg an der Havel

Die Stadt Brandenburg an der Havel verfügt von allen märkischen Städten über die größte Anzahl sakraler Bauten. Die herausragende Rolle, die die Stadt über Jahrhunderte innehatte, spiegelte sich auch im religiösen Leben wieder.

Schon im Jahre 948 wurde auf der Havelinsel, inmitten der slawischen Fürstenburg der Dom errichtet, aber schon 983 durch den Slawenaufstand wieder zerstört. Bereits unter dem letzten Slawen-Fürsten Pribislaw wurde das christliche Leben wieder aufgenommen. Der Fürst trat selbst frühzeitig zum christlichen Glauben über, ließ deutsche Handwerker und Kaufleute in das slawische Gebiet einwandern und siedelte 1138/40 ein Prämonstratenser-Konvent bei der Siedlung Parduin an, wo zur gleichen Zeit die St. Gotthardtkirche errichtet wurde. Fürst Pribislaw ließ das auf dem Marienberg befindliche slawische Heiligtum durch eine kleine christliche Marienkirche ersetzen. Ab 1222 entstand hier eine bedeutende viertürmige Kirche als eine der wichtigsten Wallfahrtskirchen in Norddeutschland.

Das Domkapitel fand für kurze Zeit zwischen 1161 und 1165 in der St. Gotthardtkirche seine Heimstatt. Dann erfolgte der Neubau des Domes auf der Havelinsel in der Burg, wo bereits der erste Dom 948 seinen Platz hatte. Die Petri-Kapelle auf der Dominsel, nach 1320 auf den Mauern eines älteren Vorgängerbaues errichtet, wurde zur Kirche der Dom-Gemeinde. Mit der Gründung der Neustadt entstand auch die Katharinenkirche, während in der Altstadt die bereits bestehende St. Gotthardtkirche zur Gemeindekirche wurde. Die Ansiedlung von Bettelorden in beiden Städten führte zur Gründung von Klöstern. In der Altstadt errichteten die Franziskaner ab 1240 das Johanniskloster mit Kirche. In der Neustadt begannen 1286 die Dominikaner mit der Errichtung des Pauliklosters.

Die Reformation beendet die Tätigkeit beider Klöster. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurden beide Klöster in soziale Einrichtungen umgewandelt. Altersheime und Krankenhäuser fanden dort ihren Sitz. Die Klosterkirche in der Altstadt wurde von der katholischen, der französisch-reformierten sowie der deutsch-reformierten Gemeinde genutzt. Die Paulikirche in der Neustadt wurde zur Garnisonkirche.

Noch heute werden die Kirchen für die Gemeindearbeit genutzt. Hier finden aber auch Konzerte statt. Die Johanniskirche war während der BUGA 2015 Blumenhalle und soll zukünftig kulturellen Zwecken dienen. Das Paulikloster beherbergt seit 2007 das archäologische Landesmuseum.


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