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Hansestadt

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Land Brandenburg

Die Hanse entstand im 13. Jahrhundert als Wirtschaftsbündnis norddeutscher Küstenstädte. Den Kern bildeten Hamburg, Bremen und Lübeck. Ihre Blütezeit erreichte der Bund bis zum Anfang des 15. Jahrhunderts. Zu besten Zeiten waren nahezu 300 europäische Städte Mitglied der Hanse.

Unter den märkischen Städten waren neben den beiden Städten Brandenburg auch Berlin-Cölln, Frankfurt/Oder, Havelberg, Kyritz, Perleberg und Pritzwalk Mitglied der Hanse.

Das Wirtschaftsbündnis wurde ab dem 15. Jahrhundert vom Niedergang betroffen. Seeräuberei in der Ostsee, die Verlagerung des Handels an das Mittelmeer, die Entdeckung von Amerika und die Entstehung eines weltweiten Seehandels, die Eingriffe der Fürsten und die Stärkung der Monarchien ließen die Bedeutung der Hanse stark zurückgehen. Mit dem Dreißigjährigen Krieg war die Hanse praktisch verschwunden. Der letzte Hanse-Tag fand 1669 statt. Formell wurde das Wirtschaftsbündnis aber nie aufgelöst.

Im Jahre 1980 fanden sich einstige Hansestädte zusammen und gründeten die Hanse der Neuzeit. Hierin sind mittlerweile mehr als 100 Städte verbunden, die einen jährlichen Hanse-Tag durchführen. Die Tätigkeit liegt allerdings vor allem in der Wahrung und Pflege von Traditionen und in der Förderung des Tourismus.

Stadt Brandenburg an der Havel

Als eine der ersten märkischen Ansiedlungen haben beide Städte Brandenburg im Hansebund mitgewirkt. Schon in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts bestanden rege Kontakte nach Hamburg. Bereits 1310 ist eine Beteiligung Brandenburger Bürger an Aktivitäten der Hanse nachweisbar. Während andere Städte noch beschauliche Siedlungen waren, nahmen die Städte Brandenburg schon am internationalen Handel teil. Die beiden Städte Brandenburg gehörten bis zum 17. Jahrhundert zu den wirtschaftlich stärksten Städten zwischen Elbe und Oder. Die Wirtschaft war auf Tuchproduktion, Herstellung von Wein und Bier, Fischfang sowie auf den Handel mit Getreide und Holz gegründet.

Zeitweilig konnten Brandenburger Kaufleute zu Einfluss in der Hanse gelangen. 1467/68 war der Kaufmann Henning Flatow aus Brandenburg Aldermann (= Vorsitzender) des Hansischen Kontors in Brügge. Trotzdem wurden die Kontakte zur Hanse nach Beginn der Herrschaft der Hohenzollern eingeschränkt. Die Kurfürsten wollten kein wirtschaftlich und politisch starkes Bürgertum, das sich an den freien Hanse-Städten orientierte. So wurden die Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit der Hanse immer weiter reduziert. 1476 mussten sich Alt- u. Neustadt für ihr Ausbleiben beim Hansetag entschuldigen. Die Verbindung zur Hanse wurde zunehmend lockerer, obwohl beide Städte noch in den Akten des Bündnisses geführt wurden. 1512 wurde in einem Schriftstück allerdings angezweifelt, ob Brandenburg noch der Hanse zuzurechnen sei. Formell ist Brandenburg nie aus der Hanse ausgetreten. Die Stadt arbeitet in der Hanse der Neuzeit mit und besucht die Hanse-Tage. Einiges erinnert in der Stadt an die Zeit der Hanse. Das Ordonnanzhaus („steen hus“) aus der Zeit um 1310, das Gotische Haus von 1452 und das Altstädtische Rathaus, die sakralen Bauwerke und die Stadtbefestigung zeugen vom Reichtum der Städte in der HanseZeit.


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