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Einheimische und Einwanderer

Einheimische und Einwanderer

Land Brandenburg

Das heutige Land Brandenburg hat seit über 2.000 Jahren Wanderungen erlebt und verdankt diesen Wanderungen seine heutige Bedeutung. Bereits vor der Zeitenwende durchzogen Kimbern und Teutonen auf dem Weg von der Nordsee nach Süden das Havelland. Zwischen dem 3. und 5. Jahrhundert wanderten die hier ansässigen Semnonen von der Stammesgruppe der Sweben nach Spanien ab. Gleichzeitig durchquerten Langobarden und Burgunder das Havelland.

In den nächsten Jahrhunderten zogen Thüringer und Franken in das Land an der Havel. Vor etwa 1.300 Jahren begannen slawische Gruppen, aus dem Osten kommend, das spätere Land Brandenburg zu besiedeln. Diese Gruppen bildeten den Stamm der Stodoranen (Heveller). Im Jahre 928/29 zogen erstmals Deutsche in das heutige Land Brandenburg.

Mit der Ostkolonisation der slawischen Gebiete ab dem 12. Jahrhundert kamen Kaufleute und Siedler aus dem Rheinland, Flandern, Holland und Sachsen. Sie begründeten ab 1157 den Aufstieg der Mark Brandenburg. Nach dem Dreißigjährigen Krieg, die Mark war entvölkert, kamen Böhmen und Schweizer in das Land. Diese waren meist aus religiösen Gründen aus ihren Heimatländern vertrieben worden. Die Zuwanderer brachten neue Handwerke und Technologien mit und förderten Gewerbe und Handel.

Ab 1685 kamen 20.000 Hugenotten, französische Protestanten, nach Brandenburg und fanden hier eine neue Heimat. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts folgten Salzburger, die sich in der Mark ansiedelten. Unter König Friedrich Wilhelm I. wurden vor allem große Soldaten nach Brandenburg geholt. Aus allen europäischen Ländern und Afrika kamen sie ab 1713 nach Brandenburg. Auch in den folgenden Jahrhunderten rissen die Wanderungen nicht ab. Während Brandenburger im 19. und 20. Jahrhundert nach Amerika auswanderten, kamen Zuwanderer aus ländlichen Gebieten Deutschlands in die Mark, um die die Industrialisierung mit voranzutreiben.

Nach dem 1. Weltkrieg kamen zehntausende Deutsche aus den von Polen übernommenen Gebieten nach Brandenburg. In den „Goldenen Zwanzigern“ und später bis 1939 kamen wiederum der guten Arbeitsmöglichkeiten wegen tausende Menschen aus allen Gebieten Deutschlands in die Mark. Nach dem 2. Weltkrieg setzten sich die Wanderungen fort. Aus politischen Gründen verließen Menschen ihre Heimat, während Deutsche aus den östlichen Gebieten nach Brandenburg umsiedeln mussten.

Zum Anfang des 21. Jahrhunderts erlebte das Land Brandenburg erneut große Wanderungsbewegungen. Aus wirtschaftlichen und politischen Gründen kamen zehntausende Menschen, vorrangig aus arabischen Staaten.

Stadt Brandenburg an der Havel

Die Slawen besiedelten seit dem 7./8. Jahrhundert das von Germanen verlassene Gebiet der heutigen Stadt. Brandenburg an der Havel verdankt seine spätere Entwicklung der Einwanderung von Deutschen im 12. und 13. Jahrhundert. Diese Einwanderung ließ die slawische Siedlung zur Stadt werden. Auch die Einwanderung der Hugenotten im 17. Jahrhundert brachte der Stadt wichtige Impulse für das Handwerk und die Bildung. 150 bis 200 Hugenotten waren eine Bereicherung für Brandenburg. Die Zuwanderungen von fleißigen und motivierten Arbeitskräften im 19. und 20. Jahrhundert ermöglichten erst den Aufstieg der Stadt als wichtige Industriestadt des Landes. Mit der nach 1945 und nach 1990 stattgefundenen Zuwanderung hat Brandenburg erneut vom Wissen und vom Fleiß anderer Volksgruppen profitiert. Die Zuwanderung des 21. Jahrhunderts bringt für die Stadt vielerlei Herausforderungen aber auch Chancen.


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