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Architektur

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Land Brandenburg

Das Land Brandenburg weist eine große Anzahl von Baudenkmälern aller Epochen auf. Seit 1809 bemüht sich der Staat um die Erhaltung besonderer Baudenkmale.

Besondere Zeugnisse der Baugeschichte sind neben romanischen und gotischen Sakralbauten in den Städten und auf dem Lande, Bürgerhäuser der Renaissance und des Barock sowie des Klassizismus, königliche Schlösser des Barock und des Historismus, gründerzeitliche Wohn- und Verwaltungsgebäude sowie Wohn- und Geschäftshäuser des Jugendstil und des Bauhaus. Neben den vielen erhaltenen und wiederhergestellten Baudenkmalen haben die Städte des Landes, allen voran die vier kreisfreien Städte Potsdam, Brandenburg an der Havel, Frankfurt/Oder und Cottbus wertvolle Bausubstanz durch Kriege, besonders aber durch den 2. Weltkrieg, verloren.

Stadt Brandenburg an der Havel

Brandenburg als die älteste Stadt des Landes besitzt heute eine große Anzahl von Bauwerken aus der Zeit der Romanik und Gotik, mehr als alle anderen Städte des Landes. Bekannt ist aus dieser Zeit das Wirken bekannter Baumeister, wie Nikolaus Craft aus Stettin, der 1411 den Mühlentorturm erbaute, Hinrich Brunsberg aus Stettin, dem die Katharinenkirche (1401) zugeschrieben wird oder Johannes Baptista de Sala aus Mailand, der den Neubau des Westgiebels und des Turmes der Katharinenkirche nach 1587 ausführte.

Mit der zunehmenden Verlagerung der Macht von den Städten auf die Landesherren in der Zeit der Renaissance verlagerte sich auch die Bautätigkeit in die Residenz. In Brandenburg finden sich aus dieser Zeit nur noch wenige Vertreter. Ein besonderes Beispiel ist aber das 1563 errichtete Carpzowsche Haus in der Steinstraße und das Syndikatshaus am Altstädtischen Markt. Auch die späteren Bauepochen, Barock und Rokoko sowie Klassizismus, haben ihre Spuren in der Stadt hinterlassen, wenngleich nicht so üppig wie in Potsdam oder Neuruppin.

Umfangreiche Sachzeugen der Gründerzeit haben sich in der Stadt erhalten. Neben Wohngebäuden finden sich Verwaltungsgebäude, Kasernen, Schulen und Industriegebäude aus jener Bauepoche. Ein besonderes Bauwerk des Jugendstils findet sich im 1901 errichteten Haus des Fabrikanten Ernst Paul Lehmann in der Plauer Straße. Auch bedeutsame Gebäude im Stil des Bauhaus weist die Stadt auf. Herausragend ist hier das 1929 bis 1931 errichtete Wohlfahrtsforum.

Daneben finden sich in den eingemeindeten Ortsteilen barocke Schlossanlagen (Plaue und Gollwitz) sowie Dorfkirchen in Mahlenzien (13. Jh.), Kirchmöser (14. Jh.), Klein Kreutz (15. Jh.), Göttin (15. Jh.), Gollwitz (15. Jh.), Schmerzke (1714), Neuendorf (1752), Saaringen (1796), Wust (1882) und Wilhelmsdorf (1906) sowie verschiedene Wohn- und Wirtschaftsgebäude.

Historische Bausubstanz ging in der Stadt in der Zeit der Industrialisierung (1850 bis 1890) verloren. Besondere Verluste erlitt die Stadt infolge des 2. Weltkriegs und der nachfolgenden DDR-Baupolitik.

In der Stadt Brandenburg lassen sich die Spuren aller Bauepochen wiederfinden. Sie stehen heute in einem der größten zusammenhängenden Denkmalschutzgebiete Deutschlands unter besonderer Sicherung und Erhaltung.


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