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Alleen

Land Brandenburg

Die Alleen sind ein Aushängeschild des Landes Brandenburg. Von Radfahrern geschätzt, von Autofahrern manchmal kritisch oder ängstlich beäugt durchziehen vielerorts die von dichten Baumreihen gesäumten Straßen das Land.

Die Alleen sind aber nicht von der Natur erschaffen, sondern vom Menschen planmäßig angelegt.

König Friedrich Wilhelm I. ließ die Straßenränder noch vorzugsweise mit Obstbäumen, Äpfel, Birnen und Kirschen bepflanzen, um so zusätzliche Erträge zu erzielen. Sein Sohn Friedrich II. wollte dagegen vor allem die Marschleistung seiner Soldaten dadurch erhöhen, dass sich die Truppen unter einem schattigen Dach bewegen konnten. Außerdem wollte der praktisch denkende König die Uniformen der Soldaten vor Staub schützen, um sie so länger haltbar zu machen. Auch sollten die Bäume an den Wegesrändern die Bodenerosion durch Wind begrenzen. Schon Luther bemerkte im 16. Jahrhundert, dass bei Wind „in der Mark Brandenburg ein ganzes Rittergut unterwegs“ sei.

Mit dem aufkommenden Verkehr zwischen den Städten boten die Alleebäume den Wanderern und Reisenden Schutz vor Hitze und Staub. Zunehmend setzten sich im 19. Jahrhundert in der Mark Brandenburg die von Eichen, Linden, Ahorn, Robinien, Birken oder Kastanien gesäumten Baumstraßen durch.

Die 1993 ins Leben gerufene Deutsche Alleenstraße zieht sich auf fast 2.900 Kilometer quer durch Deutschland und verläuft fast ausschließlich über von Bäumen gesäumte Straßen. Damit ist sie die längste Ferienstraße Deutschlands. Zwischen Rheinsberg und dem Fläming durchzieht die Alleenstraße auf etwa 200 Kilometern auch das Land Brandenburg. Wenn die Alleen auch in den letzten Jahrzehnten durch den zunehmenden Straßenverkehr eingeschränkt worden sind, so ist der Wert für die Umwelt doch bedeutend. Neuanpflanzungen werden daher vorsichtig vorgenommen.

Stadt Brandenburg an der Havel

Auf dem Abschnitt 2 der Deutschen Alleenstraße, der von Rheinsberg bis nach Wittenberg/Dessau führt, liegt Brandenburg. Die Alleenstraße erreicht an der L 91 bei Klein Kreutz die Stadtgrenze von Brandenburg und führt weiter auf der B 102 bis nach Paterdamm, wo sie das Stadtgebiet in Richtung Süden nach etwa 18 Kilometern auf Stadtgebiet Brandenburg an der Havel wieder verlässt. Vorrangig robuste und langlebige Eichen säumen die Wege.

Doch Brandenburg bietet auf seiner ausgedehnten Stadtfläche noch weitere Alleen. So ist die Bundesstraße 1, die alte Reichsstraße 1, zwischen Brandenburg und Plaue von Alleebäumen dicht gesäumt. Auch die Landstraße L 93 nach Wilhelmsdorf und weiter bis nach Wenzlow trägt an ihren Rändern dichte Baumreihen. Allen finden sich auch an der Alten Heerstraße in Richtung Wendgräben, an der Bundesstraße 102 in Richtung Rathenow und an der Landstraße nach Brielow. Einst dichte Alleen, wie etwa auf der Bundesstraße 1 in Richtung Wust und Gollwitz mussten dem zunehmenden Verkehr weichen.

Insgesamt weist die Stadt Brandenburg an der Havel mehr als 25 Kilometer Alleen auf, womit sie zu den Städten gehört, die über die längsten baumbestandenen Straßen verfügt.


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